In der Kalenderwoche 42, vom 12. bis 19. Oktober 2026, stehen Preisdaten aus China, Deutschland und den USA im Mittelpunkt. Hinzu kommen Zahlen zum australischen Arbeitsmarkt und zum US-Einzelhandel. Mehrere Auftritte von Zentralbankvertretern ergänzen den Kalender. Für die angekündigten Kennzahlen sind noch keine aktuellen Werte ausgewiesen.
Dienstag: RBA-Protokoll und deutscher HVPI
Am Dienstag veröffentlicht die Reserve Bank of Australia (RBA) ihr Sitzungsprotokoll. Die RBA ist die australische Zentralbank. Das Protokoll erläutert die Abwägungen ihrer vergangenen geldpolitischen Sitzung und enthält keine eigenständige Kennzahl mit Vorwert oder Prognose.

Aus Deutschland folgt der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) auf Jahresbasis. Er misst die Preisveränderung eines einheitlich definierten Warenkorbs gegenüber dem Vorjahresmonat und ermöglicht den Vergleich innerhalb der Europäischen Union. Erwartet wird eine unveränderte Rate von 3.30 Prozent nach ebenfalls 3.30 Prozent. Eine höhere Jahresrate steht für einen stärkeren Preisauftrieb, eine niedrigere Rate für eine abgeschwächte Teuerung.
Mittwoch: China-Inflation und US-Verbraucherpreise
In China wird der Verbraucherpreisindex (VPI) auf Jahresbasis veröffentlicht. Der VPI bildet die Preisentwicklung eines für private Haushalte typischen Waren- und Dienstleistungskorbs ab. Nach 0.80 Prozent wird ein Anstieg auf 1.00 Prozent erwartet. Eine höhere Rate bedeutet, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr stärker steigen.
Mehrere Reden ergänzen den Tag: EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist zweimal im Kalender vermerkt, ebenso spricht der Gouverneur der Bank of Canada (BoC), Tiff Macklem. Die Europäische Zentralbank steuert die Geldpolitik im Euroraum, die BoC jene Kanadas. Reden können ihre Sicht auf Inflation und Wirtschaft erläutern, enthalten aber keine im Kalender ausgewiesenen Vergleichswerte.

Am Nachmittag folgen vier US-Inflationswerte. Der VPI auf Jahresbasis soll von 3.40 auf 3.70 Prozent steigen, die Monatsrate von 0.40 auf 0.60 Prozent. Die Jahresrate vergleicht das Preisniveau mit dem gleichen Monat des Vorjahres; die Monatsrate misst die Veränderung zum unmittelbaren Vormonat. Die Kernrate des VPI klammert Nahrungsmittel und Energie wegen ihrer häufig starken Preisschwankungen aus. Sie soll auf Jahresbasis von 2.40 auf 2.50 Prozent steigen, während die Monatsrate von 0.30 auf 0.20 Prozent zurückgehen soll. Höhere Kernraten beschreiben einen stärkeren Preisauftrieb außerhalb dieser volatilen Gruppen, niedrigere Raten einen geringeren.
Donnerstag: Australien, US-Konsum und Erzeugerpreise
Australien veröffentlicht die saisonbereinigte Beschäftigungsänderung und die Arbeitslosenquote. Die Beschäftigungsänderung soll nach 39.50 Tsd. bei 20.00 Tsd. liegen. Sie misst die Veränderung der Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vormonat; ein höherer Wert steht für einen stärkeren Beschäftigungsaufbau. Die Arbeitslosenquote soll bei 4.60 Prozent bleiben. Sie gibt den Anteil der Erwerbspersonen ohne Arbeit an, die aktiv eine Stelle suchen.
In den USA sollen die Einzelhandelsumsätze auf Monatsbasis nach 1.20 Prozent um 0.30 Prozent steigen. Sie messen die Umsatzveränderung im Einzelhandel und liefern Hinweise auf die Konsumausgaben. Für die Kontrollgruppe der Einzelhandelsumsätze liegt der Vorwert bei 1.40 Prozent, eine Prognose ist nicht angegeben. Diese Gruppe schließt einzelne besonders volatile Kategorien aus und wird häufig zur Einordnung des Kernkonsums herangezogen.

Zudem wird der Erzeugerpreisindex ohne Energie und Nahrungsmittel auf Jahresbasis erwartet. Er misst Preisveränderungen auf Herstellerebene außerhalb dieser volatilen Komponenten. Die Prognose liegt bei 4.40 Prozent nach 4.60 Prozent. Höhere Erzeugerpreise können einen stärkeren Kostendruck entlang der Lieferkette abbilden; niedrigere Raten einen geringeren.




