Größter (Krypto-) Diebstahl aller Zeiten
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Größter (Krypto-) Diebstahl aller Zeiten – und DIESER Altcoin profitiert (ausgerechnet!)

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Simeon Koch

Das Wichtigste in Kürze

  • Binance verliert Milliarden durch einen Hackerangriff, der Nordkorea zugeschrieben wird.

  • Hyperliquid profitiert dennoch – nach Äußerungen von Elon Musk und einer Börsenlegende.

  • New Yorker Börse plant regulierte US-Derivate auf Basis der Hyperliquid-Technologie.

„Es sieht aus, als wäre Binance gehackt worden“ – mit diesen Worten läutete Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ, am vergangenen Donnerstag ein geschichtsträchtiges Wochenende für den Kryptomarkt ein. Kurz zuvor, gegen 20:00 Uhr deutscher Zeit, waren innerhalb weniger Minuten insgesamt rund 6.3 Milliarden Dollar an Bitcoin, Ethereum und einigen Stable- sowie Altcoins von der weltgrößten Kryptobörse abgeflossen – laut späteren Angaben des FBI in Richtung Nordkorea. Auch der ehemalige Binance-CEO CZ stellte rasch klar, dass es sich um einen Hackerangriff gehandelt habe. Den größten jemals auf eine Kryptobörse. Und den größten (Finanz-) Diebstahl aller Zeiten.

Kurz nach dem Binance-Hack (rote Linie), fiel Bitcoin auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Hyperliquid (HYPE) beendete den Tag deutlich im Plus.

Beim Binance-Hack (rote Linie) fiel Bitcoin auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Hyperliquid (HYPE) beendete den Tag deutlich im Plus. Kurz nach dem Hack postete CZ: "Nutzer-Assets sind sicher!"

Die Panik war greifbar. Krypto-Kanäle auf Social Media quollen über vor mehr oder weniger glaubwürdigen Theorien, auch klassische Medien berichteten. Hacker der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor, die auch hinter dem Bybit-Hack im Februar 2025 stecken sollen, hatten offenbar den Laptop eines Binance-Ingenieurs in ihre Gewalt gebracht. Bitcoin fiel unter 77 000 Dollar, der tiefste Stand seit fünf Wochen. Auch der Altcoin-Sektor wurde hart getroffen – mit einer prominenten Ausnahme: Hyperliquid (HYPE) stieg am Tag des Hacks um gut 20 Prozent. Ausgerechnet, könnte man sagen. Denn HYPE ist viel mehr als nur eine weitere Kryptowährung. Das finden auch Elon Musk und einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten.

Liebes-Agentin aus Nordkorea? Heiße Gerüchte um Binance-Hack

Der nach Geldwert größte (Finanz-) Diebstahl aller Zeiten ging am Donnerstag blitzschnell vonstatten: Innerhalb von etwa 20 Minuten erbeuteten Hacker Kryptowährungen im Wert von rund 6.3 Milliarden US-Dollar von Binance. Betroffen waren zehn Blockchains, darunter Ethereum und Bitcoin. Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs macht mit hoher Sicherheit die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor verantwortlich. Sie soll auch hinter dem Bybit-Hack im Februar 2025 stecken, als Kryptowährungen im Wert von 1.5 Milliarden Dollar gestohlen worden waren.

Kurz nach 22:00 Uhr bestätigte CZ die Gerüchte: Binance war gehackt worden. Wenig später versicherte Binance, den vollen Schaden abzudecken. Auszahlungen von der Börse wurden vorübergehend gestoppt.

Kurz nach 22:00 Uhr bestätigte CZ die Gerüchte: Binance war gehackt worden. Binance versicherte, den vollen Schaden abzudecken. Auszahlungen waren für mehrere Stunden ausgesetzt.

Auch das US-amerikanische FBI ordnete den Angriff in einer offiziellen Stellungnahme Nordkorea zu. Wie die Angreifer Zugang zu den Systemen erhielten, ist noch unklar. Binance nannte zunächst den kompromittierten Laptop eines Softwareingenieurs als möglichen Ausgangspunkt. Für Aufsehen sorgte die Theorie, eine nordkoreanische Agentin habe den Mitarbeiter über eine vorgetäuschte Liebesbeziehung manipuliert. Belege dafür gibt es bislang nicht. Binance-Co-Chefin Yi He dementierte die Darstellung und bezeichnete die viral verbreitete Geschichte als unwahr.

Binance versprach, sämtliche Verluste zu übernehmen. Rund drei Milliarden Dollar der gestohlenen Stablecoins wurden inzwischen eingefroren. Nach der Wiederaufnahme von Auszahlungen am Sonntag verzeichnete die Börse laut eigenen Angaben Nettoabflüsse von 3.64 Milliarden Dollar, weil Kunden mehr Geld abzogen als einzahlten. Das entspricht etwa 2.1 Prozent der ausgewiesenen Vermögenswerte. Binance will mit einem aktualisierten Nachweis seiner Reserven zusätzlich Vertrauen schaffen. Ob die eingefrorenen Gelder zurückgewonnen werden können, ist noch offen.

Am Samstag veröffentlichte die Cyber-Abteilung des FBI eine Stellungnahme und erklärte, dass Nordkorea für den Binance-Hack verantwortlich sei. Es handelt sich offenbar um dieselbe Gruppe wie beim ByBit-Angriff 2025.

Am Samstag veröffentlichte die Cyber-Abteilung des FBI eine Stellungnahme und erklärte, dass Nordkorea für den Binance-Hack verantwortlich sei. Es handelt sich offenbar um dieselbe Gruppe wie beim ByBit-Angriff 2025.

Dass Binance attackiert wurde, ist kein Zufall. Mit einem Handelsvolumen (Derivate und Spot-Markt) von täglich zwischen 30 und 40 Milliarden Dollar gilt die Börse als global führender Krypto-Handelsplatz. Das Geschäft ist lukrativ: Laut Schätzungen beläuft sich der jährliche Umsatz auf bis zu 20 Milliarden Dollar. Dabei verdient die Börse vor allem an Handelsgebühren – das lukrativste Geschäftsfeld im Kryptomarkt. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Konkurrenz im Sektor immer härter wird. Vor allem ein Projekt fordert Binance heraus: Hyperliquid.

Hyperliquid: Krypto-Speerspitze an der traditionellen Börse

Hyperliquid ist eine Art dezentrale Alternative zu Binance. Während Binance als zentralisiertes Unternehmen Kundengelder verwahrt und den Handel über seine eigene Infrastruktur abwickelt, basiert Hyperliquid auf einer eigens entwickelten Blockchain. Nutzer handeln über ihre Wallets, ohne ihre Vermögenswerte wie bei einer klassischen Kryptobörse dem Betreiber zur Verwahrung überlassen zu müssen. Das Besondere: Hyperliquid bildet das Orderbuch direkt auf der Blockchain ab.

Der Binance-Hack ist mit 6.3 Milliarden Dollar nicht nur der schwerwiegendste Krypto-Klau der Geschichte, sondern auch der wohl größte (Finanz-) Diebstahl aller Zeiten. Leidet der Ruf zentralisierter Börsen wie Binance, können dezentrale Alternativen wie Hyperliquid profitieren.

Der Binance-Hack ist mit 6.3 Milliarden Dollar der größte (Krypto-) Diebstahl aller Zeiten. Leidet der Ruf zentralisierter Börsen wie Binance, können dezentrale Alternativen wie Hyperliquid profitieren.

Im direkten Vergleich ist Hyperliquid noch deutlich kleiner als Binance. Während der Marktführer täglich Derivate im zweistelligen Milliardenbereich umsetzt, kommt Hyperliquid nach Schätzungen für den Herbst 2026 auf etwa zwei bis drei Milliarden US-Dollar. Doch die dezentrale Börse gewinnt Marktanteile und hat sich auf ein besonders lukratives Geschäft spezialisiert: Perpetual Futures, kurz Perps. Diese Kontrakte ermöglichen es, auf steigende oder fallende Kurse zu setzen, ohne die jeweiligen Vermögenswerte besitzen zu müssen.

Wie weit das Projekt über den klassischen Kryptohandel hinausreicht, zeigte sich während des Iran-Kriegs im März 2026. Als die traditionellen Terminmärkte am Wochenende geschlossen waren und die Ölpreise auf geopolitische Nachrichten reagierten, konnten Händler auf Hyperliquid rund um die Uhr auf die Entwicklung des Rohstoffs setzen. Sogar im US-Fernsehen wurde Hyperliquid damals als Quelle für Live-Preisdaten verwendet.

HYPE ist einer der erfolgreichsten Altcoins der letzten Monate. Seit dem Handelsstart Ende November 2024 hat sich der Kurs vervielfacht.

HYPE ist einer der erfolgreichsten Altcoins der letzten Monate. Seit dem Handelsstart Ende November 2024 hat sich der Kurs vervielfacht.

Der jüngste Aufmerksamkeitsschub kam Ende Oktober durch Pläne der Intercontinental Exchange (ICE), der Muttergesellschaft der New York Stock Exchange. Gemeinsam mit Trade[XYZ] will ICE eine regulierte US-Plattform für Perpetual Futures aufbauen, die Hyperliquids Technologie nutzt. ICE soll den Handelsplatz und die Clearing-Infrastruktur betreiben, Trade[XYZ] die Märkte entwickeln. Vorgesehen sind Kontrakte auf Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe und Währungen. Der Start hängt noch von behördlichen Genehmigungen ab.

Börsenlegende im HYPE-Hype – Elon Musk gefällt das

Vergangene Woche, ausgerechnet kurz vor dem Binance-Hack, überschlugen sich die Meldungen rund um Hyperliquid: Auf X machte der Milliardär und Investor Stan Druckenmiller seine Beteiligung an Trade[XYZ] öffentlich. Elon Musk teilte dessen Beitrag auf X mit dem knappen Kommentar „Interesting“. Druckenmiller ist ein US-amerikanischer Starinvestor, der vor allem für eine 30-jährige Gewinnserie bekannt ist. Bereits im August war publik geworden, dass Druckenmiller auf HYPE spekuliert, die native Währung von Hyperliquid.

HYPE ist der native Token des Hyperliquid-Ökosystems. Er wird unter anderem für Staking, Governance und Transaktionen auf der HyperEVM genutzt, einer mit Ethereum kompatiblen Umgebung für Smart Contracts. Der Erfolg spricht bisher für sich: Seit Token-Launch Ende November 2024 ist HYPE von rund sechs Dollar auf kürzlich fast 100 Dollar gestiegen und notiert zum aktuellen Stand (Anfang November 2026) nahe seinem Allzeithoch.

Auf X erklärte Stan Druckenmiller, den Hyperliquid-Vorstoß an die Börse zu unterstützen. Elon Musk reagierte: "Interessant"

Auf X erklärte Stan Druckenmiller, den Hyperliquid-Vorstoß an die Börse zu unterstützen. Elon Musk reagierte: "Interessant"

Für Anleger ist besonders der Mechanismus hinter den Handelsgebühren relevant: Nach Angaben in einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlage fließt derzeit der größte Teil der Protokollgebühren von Hyperliquid in den sogenannten Assistance Fund. Dieser kauft damit HYPE am offenen Markt zurück. Ein Teil der erworbenen Token wird dauerhaft aus dem Umlauf entfernt.

Bis Anfang September 2026 waren auf diesem Weg laut derselben Unterlage 47.1 Millionen HYPE zurückgekauft und verbrannt worden – rund 4.7 Prozent der ursprünglichen Gesamtmenge. Die ursprüngliche Gesamtmenge wurde auf eine Milliarde HYPE festgelegt. Beim Start im November 2024 gingen gut 30 Prozent davon an frühe Nutzer, während knapp 25 Prozent für Kernentwickler vorgesehen sind und weitere knapp 40 Prozent für künftige Community-Ausschüttungen reserviert wurden.

Neu bei HKCM: Geht der Hype um HYPE weiter?

HYPE ist eines der gehyptesten Krypto-Projekte der letzten Jahre. Vom Binance-Hack könnte Hyperliquid in der öffentlichen Wahrnehmung profitieren: Je größer die Zweifel gegenüber zentralisierten Börsen, desto stärker könnte der Marktanteil dezentraler Handelsplattformen wie Hyperliquid wachsen, wenn Nutzer unabhängige Alternativen suchen.

Denn trotz des starken Wachstums ist HYPE kein Selbstläufer (und spätestens seit Elon Musk und Stan Druckenmiller auch kein Geheimtipp mehr). Die Bewertung hängt davon ab, ob Hyperliquid sein Handelsvolumen halten und neue Märkte erschließen kann. Hinzu kommen mögliche regulatorische Eingriffe und der Wettbewerb mit etablierten Börsen. Außerdem werden bislang gesperrte Token schrittweise freigegeben: Das kann das Angebot erhöhen und zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.

Dennoch ist HYPE eines der aktuell spannendsten Krypto-Projekte – insbesondere an der Schnittstelle zwischen der klassischen Börse und dem Kryptomarkt. Ab heute nehmen wir HYPE daher in unser Altcoin-Analysepaket auf. Vier weitere Kryptowährungen folgen in den nächsten Tagen: Ondo (ONDO), NEAR Protocol (NEAR), Optimism (OP) und Immutable (IMX). Damit deckt das Paket zusätzliche Bereiche des Kryptomarktes ab – vom dezentralen Handel (HYPE) über die Tokenisierung realer Vermögenswerte (ONDO) und KI-Blockchain-Infrastruktur (NEAR) bis hin zu Ethereum-Skalierung (OP) und Blockchain-Gaming (IMX).

Auch das Videoangebot wird ausgebaut. Unser Phantom analysiert künftig montags und donnerstags einen jeweils festgelegten Korb an Coins aus unserem Paket (nähere Infos erhalten unsere Abonnenten). Damit erhält jede Kryptowährung zwei Videoanalysen pro Woche. Mittwochs steht der Gesamtmarkt im Mittelpunkt: Ein HKCM-Kryptoanalyst ordnet die wichtigsten Entwicklungen und makroökonomischen Einflüsse ein und ergänzt die Analyse um ausgewählte Altcoin-Charts. Die Videos sind eine optionale Ergänzung zu den schriftlichen Analysen und Charts des Pakets.

FAQ: Der Binance-Hack und Hyperliquid

Was ist beim Binance-Hack passiert?

Am Donnerstag wurden innerhalb von rund 20 Minuten Kryptowährungen im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar von Binance abgezogen. Das FBI und das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs schreiben den Angriff der nordkoreanischen Hackergruppe TraderTraitor zu. Binance kündigte an, die Verluste zu übernehmen. Ein Teil der gestohlenen Stablecoins wurde inzwischen eingefroren.

Warum ist der HYPE-Token nach dem Binance-Hack gestiegen?

HYPE legte am Tag des Angriffs um rund 20 Prozent zu. Eine mögliche Erklärung ist, dass Anleger angesichts der Sicherheitsprobleme einer zentralisierten Börse verstärkt auf dezentrale Handelsplattformen wie Hyperliquid aufmerksam wurden. Ein zeitlicher Zusammenhang allein beweist allerdings nicht, dass der Binance-Hack den Kursanstieg verursacht hat.

Was ist Hyperliquid?

Hyperliquid ist eine dezentrale Handelsplattform, die auf einer eigenen Blockchain basiert. Nutzer können über ihre Wallets handeln, ohne ihre Vermögenswerte wie bei einer zentralisierten Börse dauerhaft dem Betreiber zur Verwahrung überlassen zu müssen. Besonders wichtig ist der Handel mit Perpetual Futures, also Terminkontrakten ohne festes Ablaufdatum.

Welche Rolle spielt die ICE bei Hyperliquid?

Die Intercontinental Exchange (ICE), Muttergesellschaft der New York Stock Exchange, plant gemeinsam mit Trade[XYZ] eine regulierte US-Handelsplattform für Perpetual Futures auf Basis der Hyperliquid-Technologie. Vorgesehen sind Kontrakte auf Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe und Währungen. Das Vorhaben benötigt noch behördliche Genehmigungen; ein Starttermin steht bislang nicht fest.

Warum interessieren sich Stan Druckenmiller und Elon Musk für Hyperliquid?

Stan Druckenmiller machte Ende Oktober seine Beteiligung an Trade[XYZ] öffentlich. Elon Musk reagierte auf seinen Beitrag auf X mit dem Wort „Interesting“. Druckenmillers Investment bezieht sich auf Trade[XYZ], nicht automatisch auf den HYPE-Token. Auch Musks Reaktion ist kein Beleg für eine eigene Investition oder eine geplante Integration von Hyperliquid in X.

Wie funktioniert der HYPE-Token?

HYPE ist der native Token des Hyperliquid-Ökosystems. Er wird unter anderem für Staking, Governance und Anwendungen auf der HyperEVM genutzt. Ein großer Teil der Protokollgebühren fließt in den Assistance Fund, der damit HYPE am Markt zurückkauft. Ein Teil der erworbenen Token wird anschließend verbrannt, wodurch sich das verfügbare Angebot verringern kann.

Welche Risiken bestehen bei HYPE?

Die Bewertung von HYPE hängt unter anderem davon ab, ob Hyperliquid sein Handelsvolumen halten und neue Märkte erschließen kann. Technische Schwachstellen, regulatorische Eingriffe und zunehmender Wettbewerb könnten die Entwicklung belasten. Zudem werden bislang gesperrte Token schrittweise freigegeben, was das Angebot erhöhen und zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen kann. Auch Rückkäufe und Token-Burns garantieren keine steigenden Kurse.

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Simeon Koch

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