Wachstumsschub aus China? Die Datenwoche der KW 43 im Check

Wachstumsschub aus China? Die Datenwoche der KW 43 im Check

Author

Arcan Askin

In der Kalenderwoche 43, vom 19. bis 26. Oktober 2026, stehen Konjunkturdaten aus China, Inflationsraten aus Kanada und Neuseeland sowie Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, der Eurozone und den USA auf dem Kalender. Die am Montag veröffentlichten China-Daten liefern bereits einen aktuellen Blick auf Handel, Industrie und Wirtschaftsleistung.

Montag: China meldet aktuelle Wachstums- und Handelsdaten

Zum Wochenauftakt spricht Kazuo Ueda, Gouverneur der Bank of Japan (BoJ). Die BoJ ist Japans Zentralbank. Bei einer Rede handelt es sich nicht um eine reguläre Kennzahlenveröffentlichung; Vorwerte, Prognosen und aktuelle Werte sind daher nicht angegeben.

China hat am Morgen mehrere Daten veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze auf Jahresbasis stiegen aktuell um 1.10 Prozent. Zuvor hatte die Rate bei 0.40 Prozent gelegen, erwartet worden waren 0.50 Prozent. Die Kennzahl misst die Veränderung der Umsätze im Einzelhandel gegenüber dem Vorjahresmonat und gibt Hinweise auf den privaten Konsum. Eine höhere Rate steht für ein stärkeres Umsatzwachstum oder einen geringeren Rückgang.

Die Industrieproduktion auf Jahresbasis legte aktuell um 5.50 Prozent zu. Nach 5.20 Prozent im Vormonat waren 5.40 Prozent erwartet worden. Sie misst die Veränderung der Produktion von Industrieunternehmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Höhere Raten zeigen ein schnelleres Produktionswachstum, niedrigere Werte ein geringeres Tempo.

Das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahresvergleich aktuell um 4.50 Prozent. Damit lag die Rate über dem Vorwert von 4.30 Prozent und der Prognose von 4.40 Prozent. Im Quartalsvergleich wurde ein Wachstum von 1.20 Prozent veröffentlicht, nach 0.90 Prozent zuvor und einer Erwartung von 1.10 Prozent. Das BIP erfasst den Wert aller im Land produzierten Güter und Dienstleistungen. Die Jahresrate vergleicht mit dem gleichen Quartal des Vorjahres, während die Quartalsrate die unmittelbar aufeinanderfolgenden Dreimonatszeiträume gegenüberstellt.

Aus Kanada folgen der Kern-Verbraucherpreisindex (Kern-VPI) auf Jahresbasis mit einem Vorwert von 2.40 Prozent sowie der allgemeine VPI. Für diesen wird nach 3.00 Prozent eine Rate von 3.20 Prozent erwartet. Der VPI misst die Preisentwicklung eines Waren- und Dienstleistungskorbs privater Haushalte. Die Kernrate klammert besonders schwankungsanfällige Bestandteile aus. Höhere Jahresraten bedeuten einen stärkeren Preisauftrieb gegenüber dem Vorjahr.

Mittwoch: Neuseelands Inflation und EZB-Kommunikation

Am Mittwoch spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die Europäische Zentralbank verantwortet die Geldpolitik im Euroraum. Der Termin kann ihre Einschätzung zu Wirtschaft und Preisen erläutern, enthält jedoch keine im Kalender ausgewiesene Kennzahl.

Neuseeland veröffentlicht seinen Verbraucherpreisindex. Die Jahresrate lag zuvor bei 4.10 Prozent. Für die Quartalsrate wird nach 1.50 Prozent ein Zuwachs von 0.80 Prozent erwartet. Die Quartalsrate misst die Preisveränderung gegenüber dem vorherigen Dreimonatszeitraum. Höhere Raten stehen für einen stärkeren Preisanstieg, niedrigere Raten für einen schwächeren.

Freitag: PMI-Indizes zeigen die Geschäftslage

Zum Wochenschluss werden die HCOB Einkaufsmanagerindizes (EMI) für Deutschland und die Eurozone sowie die S&P-Global-Indizes für die USA veröffentlicht. Diese Indizes beruhen auf Unternehmensbefragungen zu Geschäftstätigkeit, Aufträgen und Beschäftigung. Werte über 50 Punkten stehen gewöhnlich für eine Ausweitung der Aktivität gegenüber dem Vormonat, Werte unter 50 Punkten für einen Rückgang.

In Deutschland lagen die vorherigen Werte bei 53.90 Punkten für das verarbeitende Gewerbe, 53.80 Punkten für den Gesamtindex und 52.90 Punkten für Dienstleistungen. Für die Eurozone betrugen die Vorwerte 52.90 Punkte in der Industrie, 53.00 Punkte bei Dienstleistungen und 53.10 Punkte im Gesamtindex. Für die USA werden Vorwerte von 55.90 Punkten im verarbeitenden Gewerbe und 58.80 Punkten im Dienstleistungssektor ausgewiesen. Alle genannten Werte lagen über der 50-Punkte-Schwelle. Prognosen und aktuelle Werte sind im Kalender für diese PMI-Termine noch nicht angegeben.

Author

Arcan Askin

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.