Von wegen Einsturzgefahr! Immo-Aktie VERACHTFACHT Gewinn und ist 65% unterbewertet
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Von wegen Einsturzgefahr! Immo-Aktie VERACHTFACHT Gewinn und ist 65% unterbewertet

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Robert Fabian

Das Wichtigste in Kürze:

  • CoStar hat seit Jahresbeginn über 60% an Börsenwert verloren.
  • Der Gewinn hat sich im gleichen Zeitraum verachtfacht.
  • Laut Fair Value Graphen ist die Aktie aktuell 65% unterbewertet.

Was für ein Absturz! Der US-Immobiliendatenspezialist CoStar durchlebt derzeit eine der turbulentesten Phasen seiner Firmengeschichte: Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als die Hälfte ihres Werts verloren, von einem Hoch jenseits der 90 Dollar auf inzwischen rund 32 Dollar. Ein eskalierender Rechtsstreit mit Konkurrent Zillow, ein aggressiver Vorstoß von Google in den Immobilienmarkt sowie die Sorge, künstliche Intelligenz könnte das Kerngeschäft entwerten, haben aus einem einstigen Börsenliebling einen der größten Verlierer des Jahres gemacht. Während die Fassade bröckelt, tut das Geschäft genau das Gegenteil: Der Gewinn hat sich verachtfacht. Genau deshalb nehmen wir CoStar jetzt neu in unser Hype-Paket auf.

Laut Fair Value: 65% unterbewertet

Wie tief der Graben zwischen Geschäft und Kurs mittlerweile ist, zeigt die Fair-Value-Analyse der Plattform TraderFox besonders deutlich. Die schwarze Linie im Chart markiert den fairen Wert, berechnet aus historischem Umsatz- und Gewinnwachstum sowie branchenüblichen Bewertungsniveaus vergleichbarer Unternehmen. Die farbigen Bänder darüber und darunter zeigen Abweichungen in 10-Prozent-Schritten, innerhalb derer sich der Kurs eines soliden Unternehmens wie CoStar normalerweise bewegt.




Die Marktkapitalisierung von CoStar liegt 65% unter dem fairen Wert. (Quelle: Traderfox)


Aktuell liegt der faire Wert bei rund 37 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung, während die Aktie derzeit nur noch etwa 12 bis 13 Milliarden Dollar wert ist und damit sogar unterhalb der äußersten Bande (FV -40%) notiert. Einen derart großen Abstand gab es in den vergangenen zehn Jahren nicht. Der Grund liegt auf der Hand: Der Markt gewichtet die Unsicherheiten rund um Aktivistenstreit, KI-Sorgen und den Rechtsstreit derzeit deutlich stärker als das, was operativ tatsächlich passiert.

Die Datenkrake hinter Ihrem Immobiliensuchfeld

CoStar ist einer der weltweit größten Anbieter von Immobiliendaten und -analysen. Das Geschäftsmodell basiert überwiegend auf Abonnements mit hohen Erneuerungsraten. Makler, Investoren, Banken und Immobilienunternehmen zahlen für den Zugang zu proprietären Datenbanken. Man kann es sich vorstellen wie ein Plus-Abo bei Immobilienscout24: Wer zahlt, sieht neue Objekte früher und erhält Zugriff auf historische Preis- und Vermietungsdaten.

Zum Konzern gehören mehrere bekannte Marken: CoStar selbst die margenstarke Kerndatenbank für Gewerbeimmobilien, LoopNet der meistbesuchte Marktplatz für Gewerbeobjekte, Apartments.com der dominierende US-Marktplatz für Mietwohnungen und Homes.com der jüngere Vorstoß in den Wohnimmobilienmarkt. Hinzu kommen STR und seit August 2026 auch Zonda. Monatlich zieht CoStar rund 118 Millionen Besucher auf seine Plattformen, die Datenkrake hat also lange Fangarme.

Dreifachangriff: Aktivisten, KI-Angst und Google

Begonnen hat die Kurstalfahrt mit einem Machtwort von der Wall Street: Die Hedgefonds Third Point und D.E. Shaw gingen Anfang 2026 auf offene Konfrontation mit CoStar-Chef Andy Florance, weil das Wohnimmobilienportal Homes.com Geld verschlinge, ohne die versprochenen Umsätze zu liefern. Kurz darauf warnten Marktbeobachter, künstliche Intelligenz könne CoStars wertvollstes Gut, seine Datenbank, entwerten, während Google bereits mit einer eigenen KI-Immobiliensuche in den Startlöchern stand. Die Aktie brach binnen eines Monats um mehr als ein Viertel ein.


Dann eskalierte auch noch der Zoff mit Zillow: CoStar wirft dem Rivalen in einer Klage über mittlerweile 53.000 Fotos vor, geschützte Immobilienbilder unrechtmäßig übernommen zu haben, mit einer möglichen Schadenssumme von über einer Milliarde Dollar. Im Juni rollte Google seine Immobiliensuche dann landesweit aus, im Mai flog CoStar aus dem Nasdaq100, was zusätzlichen Verkaufsdruck durch Indexfonds auslöste.


Langfrist-Chart von CoStar seit 2016: vom Allzeithoch bei 101 Dollar 
bis zum Kursverfall durch Aktivisten-Streit, Nasdaq-Rauswurf und Google.



Wie ungewöhnlich dieser Abverkauf im historischen Vergleich ist, zeigt der Langfrist-Chart seit 2016. CoStar ging 1998 an die Börse und entwickelte sich über weite Strecken der 2010er-Jahre zu einem verlässlichen Wachstumswert, bevor die Aktie 2021 ihr Allzeithoch bei 101 Dollar erreichte. Die farbigen Balken am linken Bildrand zeigen zusätzlich das Volumenprofil dieser überwiegend bullischen Marktphase: Sie markieren, auf welchem Kursniveau in den neun Jahren vor dem Abverkauf wie viele Aktien gehandelt wurden, Türkis für Käufe, Rot für Verkäufe.


Je länger der Balken, desto mehr Volumen wurde auf diesem Niveau gehandelt und desto eher wirkt er wie ein Ankerpunkt, an dem unterschiedliche Interessengruppen langfristig investiert sind und der Kurs erneut auf institutionelles Kaufinteresse stößt. Vor kurzer Zeit reagierte CoStar deutlich auf einem Level zwischen 25 und 28,30 Dollar, das zur Veranschaulichung mit einem grauen Balken verlängert wurde.

Rekordgewinn trotz Ausverkauf

Im zweiten Quartal 2026, dem 61. Quartal in Folge mit zweistelligem Umsatzwachstum, kletterte der Umsatz auf 925 Millionen Dollar. Der Nettogewinn explodierte gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als das Achtfache, selbst die lange defizitäre Homes.com-Sparte schrieb erstmals schwarze Zahlen. Trotzdem stürzte die Aktie danach weiter ab, zeitweise um 14% an einem einzigen Tag, nachdem das Management die Jahresprognose leicht gesenkt hatte und der Finanzchef kurz zuvor überraschend gegangen war.

Neuzugang im Hype-Paket

Firmenchef Florance griff Anfang August, mitten im Kurstief, selbst tief in die eigene Tasche und kaufte Aktien im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar zu, ein Vertrauensbeweis, den man selten sieht. Parallel dazu ließ sich das Unternehmen die Übernahme von Zonda 800 Millionen Dollar kosten und expandierte nach Italien. Rekordzahlen, massive Unterbewertung und ein Insider-Kauf mitten in der Krise: Grund genug, CoStar jetzt neu ins Hype-Paket zu holen.

Die konkreten Einstiegsbereiche finden Abonnenten ab dem 10. September in unserem Hype-Paket.


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Robert Fabian

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