Totgesagte laufen länger: DIESER Software-Aktie traut unser Phantom Großes zu!
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Totgesagte laufen länger: DIESER Software-Aktie traut unser Phantom Großes zu!

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Nikolai Heger

CHART DES TAGES

In diesem Format beleuchten wechselnde HKCM-Analysten regelmäßig spannende Aktien, Märkte und Indikatoren – auch außerhalb unserer Analysepakete.
Heute geht es um eine Software-Aktie, die unser Phantom ganz genau beobachtet, nämlich Atlassian. Die wichtigsten Punkte:

  • Software-Rotation: KI und Halbleiter könnten an Momentum verlieren, während Software relative Stärke gewinnt.
  • Atlassian: Starke Zahlen treffen auf eine Aktie, die seit dem Boden rund 150 Prozent zugelegt hat.
  • Langfristsignal: Der Monats-MACD liefert trotz der Rally ein ungewöhnliches Kaufsignal.

Software galt lange als einer der großen Verlierer des KI-Booms – doch genau dieses Bild könnte sich nun drehen. Das Phantom sieht erste Anzeichen dafür, dass Kapital aus den bisherigen KI- und Halbleiterfavoriten zurück in den Softwaresektor rotiert. Besonders Atlassian sticht dabei hervor: Nach der massiven Korrektur hat die Aktie bereits eine außergewöhnlich starke Erholung hingelegt und zeigt aus Sicht des Analysten die größte relative Stärke im Feld. Für das Phantom könnte damit ausgerechnet ein vermeintlicher KI-Verlierer zu einem der spannendsten Gewinner der nächsten Marktphase werden.

Atlassian hat binnen weniger Monate eine der stärksten Erholungen im Nasdaq-Universum hingelegt. Vom Jahrestief im April notiert der Titel rund 150 Prozent höher, Anfang September markierte er ein neues Zwölfmonatshoch. Aktuell konsolidiert der Wert nach dem steilen Anstieg. Für das Phantom ist das kein Ausreißer. „Die Software-Story ist aktuell grundsätzlich sehr interessant“, sagt der Analyst.

Die Zahlen liefern den Unterbau. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 28 Prozent auf 1.77 Milliarden US-Dollar. Das Cloud-Geschäft wuchs um 31 Prozent, die Subscription-ARR erreichte 6.6 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand (RPO) legte um 44 Prozent auf 4.8 Milliarden US-Dollar zu. Statt eines Verlusts wie im Vorjahresquartal stand ein operativer Gewinn von 211 Millionen US-Dollar in den Büchern.


Umsatz und Wachstumsdynamik von Atlassian im QuartalsverlaufUmsatz und Wachstumsdynamik von Atlassian im Quartalsverlauf


Auch die Kundenstruktur spricht für sich. Die Zahl der Kunden mit mehr als 3 Millionen US-Dollar wiederkehrendem Umsatz wuchs um über 50 Prozent, jene oberhalb von 5 Millionen US-Dollar um mehr als 70 Prozent. Getragen wird das Wachstum inzwischen von zusätzlichen Nutzerlizenzen, Cross-Selling und der Adaption der KI-Werkzeuge. Der freie Cashflow lag im Geschäftsjahr bei 1.32 Milliarden US-Dollar.

"Das sind die Gewinner im nächsten Anstieg"

Warum ausgerechnet dieser Chart, warum genau heute? Das Phantom verweist auf eine zyklische Trendwende, die aus seiner Sicht bereits läuft. „Niemand weiß, was die nächste Story ist“, sagt er. „Aber KI und Halbleiter sind womöglich auserzählt, entsprechend rotiert das Kapital in Software.“ Fündig wird es damit ausgerechnet in jenem Sektor, der über Monate hinweg als Verlierer galt.

Die relative Stärke stützt diese Lesart. „Seit dem Boden sehen wir eine deutliche Outperformance gegenüber KI“, so das Phantom. „Atlassian hat dabei das höchste Delta, Snowflake folgt auf Platz zwei.“ Für ihn ist diese Reihenfolge kein Zufall. Sein Merksatz dazu: „Die Verlierer zur Unterseite sind dann die Gewinner zur Oberseite.“

Genau so hat sich auch die HKCM positioniert, und zwar gegen die vorherrschende Stimmung. „Wir haben uns entgegen der allgemeinen Panik im Markt positioniert, bei einer überproportional starken Korrektur“, erklärt der Analyst. Softwaretitel waren in ihrer zyklischen Korrektur weit heruntergekommen. Seit dem Einstieg steht die Position mit über 200 Prozent im Plus. Die aktuelle Bewegung ist für ihn deshalb keine Überraschung, sondern eine Bestätigung der vorherigen Annahme.

"Das ist historisch interessant": Worauf das Phantom jetzt achtet

Der eine Satz, den sich Leser aus diesem Chart mitnehmen sollten, lautet: „Sentiment liegt selten richtig. Wenn zu viele von etwas ausgehen, dann passiert häufig das Gegenteil.“ Software galt in breiten Teilen des Marktes als strukturelles KI-Opfer, als Geschäftsmodell ohne Zukunft. Genau diese Einigkeit machte das Phantom misstrauisch. Seine Herleitung ist bewusst schlicht: „Es gibt keine Sicherheit am Markt. Also ist Software offensichtlich auch nicht sicher tot.“


Technisch achtet der Analyst derzeit vor allem auf den Monats-MACDTechnisch achtet der Analyst derzeit vor allem auf den Monats-MACD


Der eigentliche Katalysator waren für ihn die Zahlen selbst. „Starke Earnings, und dazu eine deutliche Divergenz zwischen Fundamentaldaten und Chart“, fasst das Phantom zusammen. Während die Kurse einbrachen, lieferte das Unternehmen operativ weiter ab und beschleunigte sogar im Cloud-Geschäft. Solche Lücken zwischen Wahrnehmung und Realität schließen sich erfahrungsgemäß wieder. Leise geschieht das aber selten.

„Wir bekommen ein Kaufsignal, obwohl die Aktie schon rund 150 Prozent vom Boden gelaufen ist. Das ist historisch interessant“, sagt er. Solche Konstellationen sind selten, weil das Signal in der Regel deutlich früher erscheint. Sein Fazit: „Die langfristige Indikation zeigt trotz der bisherigen Performance weiterhin enormes Potenzial.“

Atlassian auf dem Prüfstand: Welche Risiken bleiben?

Bedingungslos ist diese Einschätzung nicht. Verliert die Aktie kurzfristig deutlicher an Mometum und entsprechend auch ihre entscheidende Unterstützung im Bereich der Bodenbildung, ist die Sache für das Phantom klar: „Dann ist die bullische These über Bord.“ Für diesen Fall hält er ein klar definiertes Alternativszenario bereit. Auch der Ausblick mahnt zur Vorsicht. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Atlassian ein ARR-Wachstum von 18 Prozent in Aussicht, nach 23 Prozent im abgelaufenen Jahr.

Im übergeordneten Bild ordnet der Analyst die mehrjährige Schwächephase als abgeschlossenen Zyklus/Korrektur ein. Auf diese folgt aus seiner Sicht ein Impuls, der die Aktie über mehrere Etappen deutlich höher führen kann. Zwischenzeitliche Rücksetzer gehören dabei ausdrücklich zum Szenario. Entscheidend ist für ihn nicht die kommende Woche, sondern die Struktur der übergeordneten Bewegung.


Das übergeordnete Szenario für Atlassian: Nach abgeschlossener Korrektur folgt eine mehrstufige AufwärtsbewegungDas übergeordnete Szenario für Atlassian: Nach abgeschlossener Korrektur folgt eine mehrstufige Aufwärtsbewegung


Bleibt die Rotation in den Softwaresektor intakt, hat Atlassian aus Sicht des Phantoms die besten Karten im Feld. Fundamentale Dynamik, ein frisches Langfristsignal und eine Positionierung gegen den Konsens treffen hier aufeinander. Wer das Umfeld beobachtet, sollte den Sektor deshalb im Blick behalten.

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