Europa gegen USA: Was die neuen PMI-Daten über die Wirtschaft zeigen
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Europa gegen USA: Was die neuen PMI-Daten über die Wirtschaft zeigen

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Arcan Askin

In der Kalenderwoche 39, vom 21. bis 28. September 2026, stehen Reden von Notenbankvertretern sowie vorläufige Einkaufsmanagerindizes im Mittelpunkt. Die Indizes aus Deutschland, der Eurozone und den USA liefern frühe Hinweise auf die Geschäftslage in Industrie und Dienstleistungssektor.

Montag: Reden von BoC und EZB

Zum Wochenbeginn sprechen der Gouverneur der Bank of Canada (BoC), Tiff Macklem, und EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Reden von Zentralbankvertretern können die öffentliche Kommunikation zur Geldpolitik und zur wirtschaftlichen Einordnung ergänzen. Für beide Termine sind im Kalender keine Vorwerte, Prognosen oder aktuellen Kennzahlen angegeben.

Dienstag: EZB-Präsidentin Lagarde erneut im Kalender

Am Dienstag folgt ein weiterer Auftritt von Christine Lagarde. Wie am Montag handelt es sich um einen Redetermin ohne angekündigte Zahlenveröffentlichung. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist für die Geldpolitik im Euroraum zuständig; ihre Kommunikation kann ihre Einschätzung zu Inflation und wirtschaftlicher Entwicklung erläutern.

Mittwochvormittag: Deutsche und europäische PMI-Daten

Am Mittwoch erscheinen zunächst die im Kalender als HCOB Einkaufsmanagerindizes (EMI) geführten Werte für Deutschland. Ein Einkaufsmanagerindex basiert auf Unternehmensbefragungen, etwa zu Aufträgen, Produktion und Beschäftigung. Er wird in Punkten ausgewiesen. Werte über 50 Punkten stehen in der Regel für eine Ausweitung der Aktivität gegenüber dem Vormonat, Werte unter 50 Punkten für einen Rückgang.

Für den deutschen Dienstleistungs-EMI wird ein Anstieg von 49.70 auf 50.00 Punkte erwartet. Die Marke von 50 Punkten trennt dabei rückläufige von zunehmender Aktivität. Beim deutschen Gesamtindex, der Industrie und Dienstleistungen zusammenfasst, lag der vorherige Wert bei 51.80 Punkten; eine Prognose ist nicht angegeben. Der EMI des verarbeitenden Gewerbes soll von 54.30 auf 54.50 Punkte steigen. Ein höherer Indexwert beschreibt eine breiter oder stärker ausgeprägte Verbesserung der abgefragten Geschäftsaktivität, ein niedrigerer Wert das Gegenteil.

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Um 10:00 Uhr folgen die entsprechenden Kennzahlen für die Eurozone. Für die Industrie wird ein Anstieg von 52.70 auf 52.90 Punkte erwartet. Der Gesamtindex lag zuvor bei 52.00 Punkten, ohne im Kalender ausgewiesene Prognose. Der Dienstleistungs-EMI soll von 51.60 auf 51.70 Punkte zulegen. Die Werte ermöglichen eine getrennte Betrachtung der beiden Sektoren und ihrer gemeinsamen Entwicklung im Währungsraum.

Mittwochnachmittag: US-Geschäftsaktivität im Fokus

Am Nachmittag veröffentlicht S&P Global seine Einkaufsmanagerindizes für die USA. Der EMI des verarbeitenden Gewerbes soll nach 53.90 Punkten bei 53.60 Punkten liegen. Für den Dienstleistungs-EMI wird ein Rückgang von 56.50 auf 56.00 Punkte erwartet. Beide Prognosen bleiben über der 50-Punkte-Schwelle. Dies würde nach der Systematik der Indizes weiterhin auf eine Ausweitung der jeweiligen Geschäftsaktivität gegenüber dem Vormonat hinweisen, allerdings mit einem niedrigeren Indexniveau als zuvor. Aktuelle Werte sind im Kalender noch nicht ausgewiesen.

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Arcan Askin

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